Sokkelund Sangkor

Seit seiner Gründung im Jahr 1984 arbeitet der Sokkelund Sangkor mit allen Arten von Chormusik – von Gregorianik über zeitgenössische Musik bis hin zu Jazz und Rock. Mit exquisiter Klangmodulation, tadelloser Intonation und atemberaubender musikalischer Phrasierung ist der Chor ein herausragender Botschafter der skandinavischen Chortradition. Er zählt zur absoluten Elite Skandinaviens und gewann u. a. den Holmboe-Preis 2001 (die inoffizielle dänische Chormeisterschaft) sowie den Kammerchor-Wettbewerb der Europäischen Rundfunkunion (EBU).
Der Sokkelund Sangkor arbeitet in konzentrierten Projektphasen an einem bestimmten Repertoire. Trotz der grossen öffentlichen Aufmerksamkeit für die sinfonischen Konzerte bilden A-cappella-Programme den Kern der Arbeit: Eine Idee oder ein Thema – etwa ein literarisches Motiv, eine Jahreszeit oder ein Komponist – wird in stilistischer Vielfalt und aus einem sehr persönlichen, nicht selten provokativen Blickwinkel musikalisch beleuchtet.
Darüber hinaus verbinden den Chor Kooperationen mit führenden Instrumentalensembles, etwa dem Helsingborg Symfoniorkester und dem Leipziger Kammerorchester – Partner der alljährlichen, von der Kritik regelmäßig hochgelobten „Messiah“-Konzerte in der Garnisonskirche Kopenhagen. Auch Konzerte mit einigen der besten Jazzmusiker Dänemarks sowie die sinfonischen Konzerte im Tivoli-Konzertsaal gehören zu den Höhepunkten jeder Saison. Zudem bildet der Sokkelund Sangkor die Basis von Tivolis Koncertkor.
Die CD-Produktionen und Rundfunkaufnahmen des Chores spiegeln dieses breite Repertoireprofil wider: Jazz- und Gospelaufnahmen mit Niels-Henning Ørsted Pedersen, Ole Kock Hansen und Etta Cameron, Händels „Messiah“, Aufnahmen dänischer romantischer Opern sowie A-cappella-Musik des dänischen Komponisten Vagn Holmboe.
Leipziger Kammerorchester

Das Leipziger Kammerorchester wurde 1971 von Musikern des Gewandhausorchesters gegründet, die neben ihrer Tätigkeit in Oper und Konzert die neuesten Erkenntnisse der Aufführungspraxis erlebbar machen wollten.
Seit dem Jahr 2000 hat Morten Schuldt-Jensen die künstlerische Leitung übernommen und durch seinen persönlichen Stil ein flexibles und zeitgemäßes Ensemble geformt. Konzertreisen nach Dänemark, Spanien, Korea und Japan sowie Konzerte zu den Rheingau-, Schleswig-Holstein- und Mecklenburg-Vorpommern-Musikfestivals als auch zahlreiche CD-Produktionen belegen dies eindrucksvoll.
Orchester und Dirigent suchen stilgerecht die Linien der Kompositionen auf modernen Instrumenten nachzuzeichnen, durch Artikulation, Phrasierung und entsprechende Klangfarben. So können die technischen Möglichkeiten des heutigen Instrumentariums mit aufführungspraktischen Erkenntnissen vom Barock bis zur Moderne verbunden werden. Als Ergebnis wird jede Stilepoche und jedes Werk in seiner kompositorischen Struktur erlebbar.
Immortal Bach Ensemble

Das Immortal Bach Ensemble hat seine Wurzeln im Gewandhaus zu Leipzig. 2001 gründete der dortige Chordirektor Morten Schuldt-Jensen den GewandhausKammerchor, dessen Mitglieder sich aus professionellen, solistisch ausgebildeten Sängern aus ganz Deutschland sowie der Schweiz, den Niederlanden und Skandinavien rekrutieren.
Als kleinen, aber feinen Ableger des GewandhausKammerchores riefen Morten Schuldt-Jensen und die Sopranistin Dorothea Craxton 2004 das Immortal Bach Ensemble – kurz: IBE – ins Leben, das in projektweise wechselnden Besetzungen auftritt und bereits u. a. beim EuropaBachFestival in Paris sowie bei namhaften deutschen Musikfestivals wie dem RheingauMusikfestival und den Festspielen in Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich gastiert hat.
Der Titel „Immortal Bach“ stammt aus einem Stück des norwegischen Komponisten Knut Nystedt, der einen Bach-Choral in verschiedene Zeitschichten auffächert – und steht damit für das künstlerische Credo des Ensembles: Das IBE möchte Altes und Aktuelles verbinden und dabei auf hohem künstlerischen Niveau ungewohnte Wege und Perspektiven eröffnen, die für Sänger und Hörer gleichermaßen spannend sind.
So spielt etwa die Musik des 20. Jahrhunderts eine wichtige Rolle in den dramaturgisch profilierten Programmen – und selbst ein scheinbar vertrautes Stück wie Johann Sebastian Bachs Motette „Jesu, meine Freude“ klingt in einer Darbietung des IBE unter Morten Schuldt-Jensen aufregend und wie neu komponiert.
Neben der umfangreichen Konzerttätigkeit in Europa hat das Immortal Bach Ensemble inzwischen auch bei der Firma Naxos eine Reihe von hochgelobten CDs mit Werken aus verschiedenen Epochen eingespielt. Über die Ende 2007 veröffentlichte Scarlatti-Aufnahme schwärmte etwa das Rondomagazin: „Präzision auf Detailebene und prächtige Klangentfaltung gehen Hand in Hand“ und bewertete die Produktion als „eine brillante, unterm Strich vielleicht die derzeit qualitativ beste Einspielung des Stabat mater“.